Rohdiamanten
Kristallformen in denen Diamant auftreten kann:
 |
Pyramiden- würfel |
Oktaeder |
Rhomben- dodekaeder |
Würfel |
Hexakis- oktaeder |
Deltoidikosi- tetraeder |
Pyramiden- oktaeder |
Kristalle sind von ebenen Flächen begrenzte Körper, die eine gesetzmäßige, gitterartige Anordnung der Atome aufweisen.
Durch völlig unterschiedliche Bildungsbedingungen haben die ungleichen »Kohlenstoffbrüder«, Graphit und Diamant, einen sehr unterschiedlichen Aufbau ihrer Kristallgitter. Aus ihrer unterschiedlichen Anordnung der Atome folgen ihre extrem unterschiedlichen mechanischen Eigenschaften und die so ungleichen Erscheinungsbilder von Graphit und Diamant.
Die Kristallographie unterteilt die Kristalle nach äußeren Symmetriemerkmalen in 32 Kristallklassen. Wenn man in die Kristallformen Koordinatensysteme also Achsenkreuze einbeschreibt, kann man die Kristallklassen in Abhängigkeit von der Regelmäßigkeit dieser Achsenkreuze in 7 Kristallsysteme unterteilen.
Kann man z.B. einem Kristall 3 gleichlange Achsen, die in ihrem Schnittpunkt rechte Winkel bilden, einbeschreiben, spricht man vom kubischen Kristallsystem.
Diamant kristallisiert in diesem kubischen System, und zwar in der Kristallklasse, in der die meisten Symmetrieelemente festgestellt werden konnten. Man nennt diese, die kubisch holoedrische Kristallklasse.
Diamant bildet genau definierte Kristallformen, die nur in dieser kubisch holoedrischen Klasse vorkommen.
Die einfachste Form ist der regelmäßige 6-Flächner, der Würfel (Kubus).
Der Oktaeder ist eine Kristallform, die eine regelmäßige 8-Flächige Doppelpyramide bildet.
Von Rhombendodekaeder spricht man, wenn der Kristallkörper von 12 Rhombenflächen umschlossen wird.
Wird der Kristall von 6 vierseitigen Pyramiden gebildet, handelt es sich um Pyramidenwürfel. Dieser hat insgesamt 24 Flächen.
Zur kubisch holoedrischen Klasse gehören noch der Pyramidenoktaeder, der Deltoidikositetraeder und der Hexakisoktaeder. Die letztgenannten Formen sind theoretisch bei Diamant möglich, kommen aber praktisch nicht vor.
Die Vorstellung, dass Diamanten hauptsächlich als schöne, regelmäßige, klare Kristalle vorkommen, ist leider falsch. Weniger als 10% aller Rohdiamanten, die weltweit gewonnen werden, sind als klar und schön kristallisiert zu bezeichnen. Die meisten Rohdiamanten sind unregelmäßig geformt und oft nicht durchsichtig. Wir bezeichnen diese Formen als irreguläre Kristalle und Aggregate.
weiter...
|