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Rohsteinsorten im Handel
Eine einheitliche, allseitig anerkannte, mineralogische Gliederung der in der Natur vorkommenden Diamantsorten gibt es bisher nicht. Der meist zitierte Gliederungsversuch geht auf den russischen Mineralogen Orlov 1973 zurück (s. weiterführende Literatur Orlov 1977 und Schmidt/Malzahn 1980)
Eine physikalische Gliederung der Diamantkristalle beruht auf Untersuchungen des Absorptionverhaltens im UV und IR-Bereich.
Nach dem unterschiedlichen Absorptionsverhalten lassen sich stickstoffreiche Diamanten Typ 1 und stickstoffarme als Typ2 unterscheiden (s. weiterführende Literatur Field 1992 und Schmidt/Malzahn 1980)
Rohsteinsorten
Im internationalen Rohdiamanthandel unterscheidet man eine ganze Reihe von Sorten, die man natürlich auch als Sammler von Diamanten kennen sollte:
- Stones sind regelmäßig geformte, qualitativ hochwertige Kristalle mit oktaedrischem oder rhombendodekaedrischem Habitus. Das Ideal: scharfkantige, klare und regelmäßig geformte Oktaeder - sie heißen »Glassies«. Mit »Rollers« bezeichnet man klare, flächengewölbte und regelmäßige Rhombendodekaeder.
Nach der zweckmäßigen Verarbeitbarkeit unterscheidet man:
- Sawables (Sägbare): Kristalle, die man zur Minimierung der Schleifverluste parallel zu ihrer Würfelfläche sägt
- Makeables (Machbare): leicht verzerrte Kristalle, die man zweckmäßigerweise ungesägt zu Brillanten schleift
- Shapes (Formen): stärker verzerrte, jedoch qualitativ hochwertige Rohsteine
- Flats (Flache): scheibenförmige, flach gewachsene Kristalle
- Elongated (Gestreckte): länglich gewachsene Kristalle
- Macles (Zwillinge): flache Zwillinge nach dem Spinellgesetz, Habitus dreieckig
- Cleavage (Spaltbarkeit): irregulär geformtes, mit Rissen und Einschlüssen durchsetztes Rohmaterial, das vor dem Schleifen durch geschicktes Spalten formatiert werden muss
- Chips (Schnipsel): kleinstückige, unregelmäßig geformte, minderwertige Schleifware.
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