Bohren und Sägen von Diamanten
Um Rohdiamanten als Amulett tragen, oder die Steine sehr einfach in eine Kette oder ein Armband einfügen zu können, können die Steine durchbohrt werden.
Der »Unbezwingbare« hat auch eine schwache Seite: Er ist nicht gerade »feuerfest«.
Schon ab 700° C wird er langsam instabil. Bei ca. 1600 °C verbrennt er sofort.
Laserstrahlen können punktuell sehr hohe Wärmeenergie entwickeln und eignen sich sehr gut zum Trennen und Bohren von Diamant.
Natürlich ist eine spezielle Lasereinrichtung notwendig, um die Bohrung oder den Schnitt ausreichend tief und mit engem Durchmesser zu gestalten. Um den Diamanten nicht zu zerstören, muss sich der Laser langsam durch den Stein arbeiten. Apparativer Aufwand sowie Zeitaufwand sind erheblich. Eine Bohrung ist deshalb nicht billig.
Für Goldschmiedearbeiten werden oft flachere Rohsteine gesucht. Diamanten mit dünnen Bronzeblättchen, die mit Diamantstaub belegt werden, zu sägen, ist eine sehr alte aber durchaus noch praktizierte Methode (siehe Wissenswertes).
Der Laser ist viel schneller und kann Diamanten in allen Richtungen durchtrennen. Nachteilig sind aber die höheren Kosten. Da die Laserschnitte Graphitspuren aufweisen und nachgeschliffen werden müssen, bevorzugen wir die alte Methode, um z. B. die Diamantwürfel in der Mitte zu trennen. Bei manchen undurchsichtigen Steinen sind nach dem Sägen klare Kernbereiche zu beobachten.
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